Mit dem 1000-Ideen-Programm fördert der FWF völlig neue, gewagte oder besonders originelle Forschungsideen, die außerhalb des aktuellen wissenschaftlichen Verständnisses liegen. Wesentlich ist, dass es Ideen sind, die ein hohes wissenschaftliches und transformatives Potenzial haben, d.h. das herkömmliche Verständnis für den Wissenschaftsbereich in Frage stellen können oder einen unerwartet hohen Fortschritt für den Bereich darstellen können.

Folgende Ziele werden mit dieser Ausschreibung verfolgt:

  • Förderung der Risikobereitschaft und Kreativität sowie Erleichterung der Entwicklung neuer, innovativer Forschungsbereiche
  • Fokussierung auf originelle, risikoreiche oder transformative Forschung in einem frühen Stadium, die aufgrund des unkonventionellen Designs, des Fehlens von Validierungsdaten und/oder der damit verbundenen hohen Risiken zu früh sein kann, um sehr gute Chancen auf eine Finanzierung über bestehende Förderprogramme zu haben
  • Auseinandersetzung mit visionären Forschungsideen, die fachübergreifend und/oder noch nicht Gegenstand von Debatten in der akademischen Forschung und/oder in der Gesellschaft sind

Antragsberechtigt sind:

  • Qualifizierte ForscherInnen – sowohl etablierte als auch ForscherInnen am Beginn ihrer Karriere i.d.R. mit Doktorat –, die an österreichischen Forschungseinrichtungen arbeiten oder arbeiten wollen.
  • Die formale Antragstellung erfolgt durch die österreichische Forschungsstätte: Es besteht keine Begrenzung der Zahl der Anträge, die von einer Forschungsstätte eingebracht werden können.
  • Ein/e Projektleiter/in kann nur an einem Projektantrag beteiligt sein. Eine Antragstellung im 1000-Ideen-Programm ist unabhängig von der Begrenzung der Projektanzahl in anderen FWF-Programmen.

Die Voraussetzungen für eine Einreichung sind:

  • Internationale wissenschaftliche Publikationen
  • Mindestens 50-prozentige Anstellung der Projektleiterin/des Projektleiters an einer Forschungsstätte während der Laufzeit des Projektes, bestätigt durch die Forschungsstätte
  • In der Regel muss die Projektleitung einen PhD/MD zum Zeitpunkt der Einreichung aufweisen
  • Anonyme Einreichung, d.h. die Identität, der Karrieregrad aller beteiligten ForscherInnen und KooperationspartnerInnen oder auch Namen von Forschungsstätten dürfen nicht aus dem Antrag erwähnt werden
  • Die Einhaltung der Formvorgaben sowie die Antragsvoraussetzungen werden streng geprüft; Anträge, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden abgesetzt.