Der „European Research Council“ (ERC) in Horizon Europe ist das europäische Förderprogramm für Spitzenforschung. Gefördert werden junge oder bereits führende exzellente ForscherInnen und ihre Teams durch bahnbrechende, grundlagenorientierte Forschungsprojekte ("frontier research"). Ziel ist es, die wissenschaftliche Exzellenz zu fördern. Die Calls sind thematisch völlig offen und ermutigen zu unkonventionellen und interdisziplinären Forschungsansätzen.

Antragsberechtigt sind herausragende ForscherInnen in allen Karrierestufen

Der ERC wird von einem unabhängigen Wissenschaftsrat (Scientific Council) geführt, dem der ERC-Präsident vorsitzt. Die operative Umsetzung erfolgt durch die ERC-Exekutivagentur (European Research Council Executive Agency).

Aufgrund der hohen Konkurrenz und dem starken Exzellenzfokus ist ein erfolgreicher ERC-Antrag sehr prestigeträchtig und wird vielfach als eine hohe Auszeichnung für die ForscherInnen betrachtet.

Das hoch kompetitive Programm umfasst fünf zentrale Förderlinien:

  • ERC Starting Grants: unterstützen junge, exzellente WissenschafterInnen als „Principal Investigators“ bei der Etablierung ihres eigenen, unabhängigen Forschungsteams. Zum Zeitpunkt des vom ERC festgelegten Referenzdatums muss das Doktorat des „Principal Investigators“ zwischen 2 und 7 Jahren (mit wenigen Ausnahmen) zurückliegen.
  • ERC Consolidator Grants: fördern junge, herausragende WissenschafterInnen, deren Doktorat zum Zeitpunkt des vom ERC festgelegten Referenzdatums zwischen 7 und 12 Jahren (mit wenigen Ausnahmen) zurückliegt, bei der Konsolidierung ihres eigenen Forschungsteams.
  • ERC Advanced Grants: geben führenden WissenschafterInnen die Möglichkeit, neue ambitionierte Forschungsansätze zu verfolgen.
  • ERC Proof of Concept Grants: geben jenen ForscherInnen, die bereits mit einem ERC Grant ausgezeichnet wurden, die Möglichkeit, das technologische oder gesellschaftliche Innovationspotential von Ergebnissen ihrer ERC-Projekte zu testen.
  • ERC Synergy Grants: richten sich an kleine Gruppen von mindestens 2 und maximal 4 Principal Investigators und ihre Teams, die durch eine einzigartige Kombination von Expertise besonders herausfordernde Fragestellungen adressieren wollen.